[wieso funktioniert das nicht?]
Am 14.10.2007 begann vor dem Landgericht der langerwartete Strafprozess gegen Hanna Schmitz, angeklagt wegen unterlassener Hilfeleistung und Beihilfe zum Mord in besonders schweren Fällen. [nicht auch Mord? (@KM: umstritten: hat sie den mord begangen oder war es "nur" Beihilfe?)BB] Ihr wird vorgeworfen, die Türen einer brennenden Kirche nicht aufgeschlossen, sowie viele Selektionen durchgeführt zu haben, was vielen Kinder und Frauen das Leben kostete. Wir von "Hümmling Live" waren natürlich bei dem 2. Prozesstag der Verhandlung ebenfalls wieder live vor Ort. (Änderungen 7.11 BB)
Nachdem die Anklageschrift verlesen worden war, wurden die Zeugen, die Angeklagte Hanna Schmitz und ihr ehemaliger Liebhaber Michael Berg vernommen. An diesem Tag zeigte sich die Angeklagte, anders als in der ersten Gerichtsverhandlung, reumütig und verletzend [verletzt?]. Auf alle Anklagepunkte wusste sie eine Erklärung, wie z.B., dass sie den Mädchen, die für die Selektionen ausgewählt wurden, erträgliche letzte Wochen bescheren wollte und sie ihr nur vorgelesen hätten. Eine sogenannte "Hexe" soll die Führungsrolle eingenommen haben und über das Handeln der Wärterinnen bestimmt haben, sodass die Angeklagte völlig hilflos gewesen sei. Die einzige Bezugsperson, die sie hatte, war Michael Berg, der diesen Revisionsprozess auch ausgelöst hatte, indem er dem Gericht Hanna Schmitz´ Analphabetismus offenbarte. Für uns Reporter bleibt jedoch die Frage, warum Berg erst so spät gehandelt hat [gute Idee!], wenn er doch eine innige Beziehung mit der Angeklagten hatte und in dem 1. Gerichtsprozess immer anwesend war, sodass er jederzeit die Möglichkeit hatte zu handeln.
Snegana
Die Angeklagte Hanna Schmitz blieb diesmal der Verhandlung aus gesundheitlichen Gründen fern. Da Frau Schmitz laut Zeugenaussagen und einem psychologischen Gutachten anscheinend unter Analphabetismus leidet und die Verteidigung aus diesem Grund eine Schuldverminderung forderte, ergaben sich völlig neue Diskussionsaspekte zur Schuldzurechnungsfähigkeit von Hanna S. Die Angeklagte hätte angeblich nie eine Führungsrolle übernehmen können, da ihr Selbstbewusstsein und ihre persönliche Entfaltung sich nicht hätte frei entfalten können. Doch inwieweit ist diese Aussage relevant für den Sachverhalt? Schützt Analphabetismus vor der Schwere einer Tat, oder ist Hanna S. tatsächlich psychisch krank? Und vor allem-in wie fern ändern sich dadurch die Umstände? Wir, von "Hümmling Live", wollten diesen Fragen auf den Grund gehen. Die Strategie der Verteidigung war unsere Ansicht nach schwach, da sie die Schuld ihrer Mandantin ausschließlich durch den stark komprimierten Aspekt Analphabetismus verteidigen wollte. Sie hätte den psychologischen Bericht von Dr. Kröger zumindest für die Öffentlichkeit zugänglich machen bzw. den Analphabetismus wenigstens etwas intensiver konkretisieren können. Dadurch wären die Ursachen (ihre Vergangenheit, ihr soziales Umfeld etc.) der Krankheit für uns Reporter eventuell deutlicher geworden. Gleichwohl haben sich die Richter als sehr parteiisch präsentiert. Es schien so, als sei von Anfang an klar, dass Hanna S. schuldig zu sprechen sei. Es wurde wenig auf ihre "Krankheit"(?) eingegangen und somit auch keine Schuldminderung eingeräumt. Auch ist unserer Meinung nach die Urteilsverkündung zu hart ausgefallen, da diese besonderen Umstände zumindest etwas hätten berücksichtigt werden müssten, auch wenn sie Hanna S. selbstverständlich nicht vollständig entlasten.
Alles in allem sind wir der Meinung, dass Hanna S. Analphabetismus auf jeden Fall berücksichtigt werden sollte, auch wenn es auf der Hand liegt das sie zumindest teilweise schuldig ist. Natürlich interessiert uns auch die Meinung unsere Leser! Was ist eure Meinung dazu?
Eure Redaktion von "Hümmling Live"
1.Prozesstag folgt...
duy & britta
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