@WikiNewPageEditViewToolsHelp
Create New Page Create New Page from Copy
Create your new wiki
Edit this page Copy from this page Rename
Attach (Upload) File
Edit Menu
Newest Change History Referer Trackback
Page List Tag Cloud RSS1.0 RSS2.0
Search
@Wiki Guide
FAQ/about @wiki FAQ/about Editting FAQ/about Register
Update Infomation Release Plan

Mondnacht

Interpretation


In seinem Gedicht „Mondnacht“ aus dem Jahre 1837 beschreibt Joseph Freiherr von Eichendorff die unerfüllte Sehnsucht des männlichen lyrischen Ichs zur angesprochenen weiblichen Person.

Gleich zu Beginn des Gedichts wird diese Liebesbeziehung durch den Himmelskuss ausgedrückt, in dem der Himmel für den Mann, die Erde für die Frau steht, was man daran erkennen kann, dass der erste Vers sieben, der zweite nur sechs Kadenzen hat (V.1+2). Dieser Himmelskuss wirkt sehr irreal, da unter anderem Konjunktive (hätt´, müsst´, V.1,4) verwendet werden sowie ein Neologismus (Blütenschimmer, V.3), wodurch das Überirdische, die Transzendenzerfahrung und die Tatsache, dass es nur eine Wunschvorstellung des lyrischen Ichs ist, deutlich gemacht werden.

Von der ersten in die zweite Strophe findet wiederum ein Wechsel des Konjunktivs in den Indikativ statt. Die Natur wird sehr romantisiert in ihrer Schönheit dargestellt (sacht, leis, sternklar, V.6-8), wodurch ein Gefühl der Ruhe und Geborgenheit beim Leser entsteht, was auch formal durch den drei – hebigen Jambus unterstützt wird. Auch hier wird wieder das himmlische in Form der Luft mit dem irdischen in Form der Felder verbunden, indem die „Luft […] durch die Felder (geht)“ (V.5) und somit die Weite der Natur ausgedrückt wird.

In der dritten und letzten Strophe wird der Seelenzustand des lyrischen Ichs beschrieben, welches eine innere Freiheit verspürt (V.9+10). Von dem neunten in den zehnten Vers gibt es ein Enjambement, da es erst so wirkt, als ob die Seele innerlich spannt, jedoch wird erst beim weiterlesen der richtige Sinnzusammenhang deutlich, nämlich dass sich die Seele entfaltet (V.9+10).

Zum Schluss des Gedichtes fliegt die Seele „durch die stillen Lande, als flöge sie nach Haus“ (V.11+12), d.h. dass das lyrische Ich seinen Heimatort gefunden hat, diesen jedoch nicht erreicht, was man daran erkennt, dass wieder der Konjunktiv verwendet wird (flöge, V.11+12). Somit bleibt die Sehnsucht des lyrischen Ichs unerfüllt, was durch den Mond als negatives Motiv in diesem Gedicht verdeutlicht wird. Ebenso lässt sich die Naturerfahrung und die Transzendenzerfahrung in Verbindung mit dem Mond hier wiederfinden, wobei alles sehr idealisiert und romantisiert dargestellt wird. Als einzige Lichtquelle in der Nacht kann der Mond somit Hoffnung im Menschen wecken und eine Beziehung zum Göttlichen aufbauen.


(Snegana)


menu


Neue Einträge

2008-08-20

2008-08-18

2008-08-17

2008-07-10

2008-06-15

2008-06-10

2008-06-04

2008-06-01

2008-05-28

2008-05-27

2008-05-26

2008-05-25

2008-05-21

2008-05-18

2008-05-06

2008-05-04

Suche