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Tellkamp-Ergebnisse Gruppe 3

Erzählsequenzen "Antiquariat", "russische Freunde" und "russische Offiziersfrauen" (Gruppe 3")

Antiquariat

Der Autor verwendet hier bei der Beschreibung des Antiquariats viele Aneinanderreihungen von Adjektiven (vgl. S.3, Z.4 "nelkengelb",...) und springt nach der Beschreibung des Gebäudes gleich über zu den "misstrauisch, geschulten und einsamen älteren Fräulein" (S.3, Z.4-5). Das Verhalten und Aussehen dieser Frauen erläutert er sehr detailliert, indem er viele Adjektive verwendet.


russische Freunde

Der Autor verwendet hier Aneinanderreihungen von kurzen Hauptsätzen (Parataxen). Was hier besonders auffällt, ist, dass er das Wort "Freunde" in Anführungszeichen gesetzt hat(vgl.S.3,Z.34), womit er die Fremdheit in seinem eigenen Land und seine Abneigung gegenüber diesen ausdrückt. Außerdem verwendet er bei deren Beschreibung wieder viele Adjektive, wie z.B. "erbsbreigrüne (Uniformen)" (Z.31-32), "radgroß" (Z.32).Er gebraucht viele Neologismen, wie "Kasernenstumpfsinn" (Z.33), "Mundlos-Zigarre" (Z.35) und "zitiert" ihren Akzent (vgl.S.3, Z.39 "Magasins").


russische Offiziersfrauen

Auch hier werden sie wieder durch den vermehrten Gebrauch von Adjektiven detailliert beschrieben (vgl.S.4, Z.33 "teigig","grellgeschminkt","grobporig"), wobei er dutlich seinen Hass gegen die Offiziersfrauen ausdrückt, da er in Zeile 33 schreibt "(...) hasste die teigigen (...) Gesichter", wobei der Hass jedoch nach längerer Beobachtung dieser abflaut (vgl.Z.42 "aber je länger ich sie beobachtete, desto bröckeliger wurde mein Hass"). Er verwendet hier ein Symbol, als er sagt "ich sah Risse in dem wie Verputz aufgetragenen Makeup". Hier deutet er schon Mitgefühl für die Frauen an, was dann aber noch deutlicher wird als er sagt, er sehe die Angst in ihren Augen (vgl.Z. 43/44), dass sie ihm doch eigentlich nichts getan hätten und vielleicht "nicht einmal Geld" hätten, um "sich geschmackvoller zu kleiden" (Z.44-45).

lena

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